Das Online-Netzwerk Backstage PRO befragte 1.300 Nutzer:

„Gage ist nicht alles!“

Viele Leute, weniger Gage? Keine Frage für diesen Luft-Gitarristen. (Foto: Zons rockt)

Auf dem Online-Netzwerk Backstage PRO tummeln sich jede Menge Musiker*innen – egal ob Profi oder Laie. Man tauscht sich aus, gibt Tipps und findet Gigs. Also genau die Klientel, die man mal fragen kann, wie´s denn mit dem Thema Gage so aussieht.

„Deutlich wird, dass es für viele Musiker ok ist, auch ohne oder nur für wenig Bezahlung zu spielen – sofern die Rahmenbedingungen stimmen!“, ist eines der Fazits, die das Portal nach der Auswertung zieht. Aber so simpel ist es nun auch nicht.

Von den insgesamt 1296 Teilnehmern der Umfrage beschreiben sich 224 (17%) als professionelle Musiker und 444 (34%) als Amateure. 628 Teilnehmer (also fast 50%) wieder verstehen sich als Semi-Profis. Interessant waren die Antworten auf die Frage, ob man seine eigene Musik eher als Unterhaltung / Produkt verstehe oder als Kunst.

  • „Mit knapp 50% dominiert vor allem die Vorstellung der eigenen Bands/des eigenen Acts als ein Produkt, in das (anfänglich) Zeit und Geld investiert werden muss– bei den „Künstlern“ findet sich dieser Gedanke mit 53% ebenfalls vornehmlich.
  • Die wenigsten Musiker sehen ihre Musik als ein reines Kunstprojekt, das sie abseits von Gewinnabsichten verfolgen (14%) – auch nicht diejenigen Teilnehmer, deren Selbstverständnis das eines „Künstlers“ ist (20%). 
  • Als eine Dienstleistung, bei der die angemessene Entlohnung im Vordergrund steht, verstehen immerhin 37% ihren Act.“

Die Gage-Vorstellungen

Grafiken (2): BackstagePRO
  • Für die meisten Befragten ist es ok, bei den richtigen Rahmenbedingungen (z.B. viele Zuschauer) auch ohne oder nur für wenig Gage zu spielen.
  • 31% sehen es als am wichtigsten an, nicht draufzahlen zu müssen.
  • Die wenigsten der Befragten sehen ein, auf ihre Gage zu verzichten (6%). Ausschließlich gegen Gage spielen immerhin 11%.

Ein weiteres Fazit: „Je höher die Professionalisierung, desto weniger ist es offensichtlich eine Option, ohne Gage zu spielen (siehe Grafik) – das ist naheliegend. Doch vorherrschend bleibt auch hier der Gedanke, auf Gage zu verzichten, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“

Quelle: backstagepro.de

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