Museum im Marstall öffnet wieder

Rosige Zeiten in Winsen

Reihenhäuser in der Goethestraße in Winsen 1953 (Foto: HUM)

Endlich ist es wieder soweit. Das Museum im Marstall darf nicht nur öffnen, sondern bietet auch wieder erste Veranstaltungen und Aktionen an. So kommen trotz Corona rosige Zeiten in Winsen auf.

Vor der Kulisse des Winsener Schlosses und auf dem Boden der alten Schlossgärten wird der regional bekannteste Rosenzüchter Jan D. Janßen aus den Vierlanden seine große Rosenvielfalt präsentieren und zum Verkauf anbieten.

Er bringt über 200 verschiedene Rosensorten mit. Darunter sind viele Raritäten und Spezialitäten. Ein Highlight ist dabei die Weiterzüchtung der Strauchrose „Herzogin Dorothea“, die erstmals am 5. Juli 2014 in Winsen anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Heimat- und Museumvereins vorgestellt und getauft wurde. Die weitergezüchtete Herzogin-Dorothea-Rose blüht jetzt mehrfach, ist kerngesund und mit ihren leuchtenden roten offenen Blüten sehr bienenfreundlich.

Unterstützt wird Jan Janßen vom Gartenbotschafter und ehemaligen Fernsehgärtner John Langley. Er steht für Beratungsgespräche nicht nur rund um die Rose zur Verfügung. John Langley sagt: „Philosophen sehen unsere Gärten als Spiegelbilder der Seele. Als natürliche Erlebnisräume zur Entschleunigung verstehen Trendforscher das blühende Refugium. Wer möchte da nicht 2021 zwischen pflegeleichten und bienenfreundlichen Rosen aufblühen.“

„Dorothea Rosenmarkt“ knüpft an die Zeit an, in der die Herzogin Dorothea im Winsener Schloss lebte. Um das Schloss gab es umfangreiche Nutz- und Ziergärten, in denen auch viele Rosen ihren Platz hatten. Dazu kommt die große gärtnerische Tradition dieser Region. Beides greift das Museum im Marstall auf und möchte mit dem Rosenmarkt sowohl in diesem Jahr als auch in Zukunft daran anknüpfen.

Für die kleinen Besucher wird der Museumspädagoge Tammo Hinrichs ein Kinderprogramm anbieten.

Der Rosenmarkt findet unter Einhaltung der dann geltenden Corona-Regeln statt. Ein Eintritt wird auf dem Schlossplatz nicht erhoben. Auch ist für den Marktbereich keine Anmeldung und kein Schnelltest notwendig.

Vorträge im Museum starten wieder

Vortrag zur Entwicklung des Landkreises Harburg nach dem Zweiten Weltkrieg,  Samstag, 5. Juni 16.30 – 18 Uhr

Heute ist der Landkreis Harburg eine beliebte Wohngegend und wirtschaftlich gut aufgestellt. Dies war nicht immer so und insbesondere die Nachkriegszeit stellte den Landkreis vor enorme Herausforderungen.

Prof. Dr. Norbert Fischer thematisiert in seinem Vortrag im Museum im Marstall den Strukturwandel des Landkreises nach 1945. In der Tradition der Klock-halv-fief-Vorträge des Museums findet der Vortrag unter dem Titel: „Der Landkreis Harburg und das Hamburger Umland nach 1945: Von der Not der Nachkriegszeit zum Strukturwandel“ am Samstag, den 5. Juni von 16.30 Uhr – 18 Uhr statt.

Prof. Dr. Nobert Fischer gehört zu dem Expertenkreis der „7 Weisen“, die das Museum auf verschiedenen Sachgebieten mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen unterstützen. In seinem Vortrag gibt er einen Überblick über die Entwicklung des Landkreises Harburg in den Nachkriegsjahren. Zweimal wurde der Landkreis Harburg in den 1930er Jahren umstrukturiert. Durch das Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 verkleinerte er sich flächen- und bevölkerungsmäßig und war nun weitgehend ländlich-agrarisch geprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelte sich innerhalb kürzester Zeit die Einwohnerzahl durch den Zuzug von Flüchtlingen aus dem Osten und Bombenflüchtlingen aus Hamburg. Finanzielle Mittel waren knapp und eine entsprechende Infrastruktur fehlte.

Wie der Landkreis sich in diesen Jahren formierte und aufbaute, ist Thema des Vortrages. Fischer schlägt dabei einen Bogen von den 1930er bis in die 1960er Jahre hinein und betrachtet die Auswirklungen der Kriegs- und Nachkriegszeit.

Der Vortrag wird im Saal des Marstalls stattfinden. Eine Anmeldung ist derzeit vorab notwendig. Dies kann per Mail an info@museum-im-marstall.de oder telefonisch unter 04171-3419 erfolgen. Der Eintritt kostet 3 € pro Person, für Mitglieder des Heimat- und Museumvereins ist der Vortrag kostenfrei.

Der Vortrag findet unter Einhaltung der dann geltenden Corona-Regeln statt. Aktuell müssen alle Besucher einen negativen Schnelltest (nicht älter als 24 Std.) vorweisen oder einen Nachweis der Impfung bzw. der Genesung mitbringen. Aktuelle Informationen finden sich auch auf der Website des Museums.

Museum im Marstall, Schloßplatz 11, 21423 Winsen (Luhe), www.museum-im-marstall.de

Bis Ende Mai können Sie die Foto-Sonderausstellung: „Die Welt des Augenblicks“ kostenlos besichtigen. Der Eintritt ins Museum ist nur mit einem negativen Testergebnis (max. 24 Stunden alt) möglich. Kinder bis 14 Jahre und Personen mit einer Impfbescheinigung / Genesenenbescheinigung sind hiervon befreit. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

 

Related Post

Druckansicht    

Facebook Kommentare